Alle Jahre wieder!

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Juletræet
Weihnachten kommt immer näher und überall sieht man schon weihnachtliche Vorboten. Lichterketten werden aufgehängt, Weihnachtsmärkte sprießen aus dem Boden und verbreiten den Duft von Punsch und Lebkuchen und es werden fleißig Geschenke gekauft. Doch Weihnachten wird nicht überall gleich gefeiert – jedes Land hat seine eigenen Traditionen, die die Weihnachtszeit ganz besonders machen.

In der Slowakei wird am 4. Dezember der Barbaratag gefeiert, an dem junge Mädchen Kirschzweige ins Wasser stellen. Blühen diese am Heiligen Abend, bedeutet das, dass sie nächstes Jahr Glück in der Liebe haben.

Weltbekannt ist sicherlich der 6. Dezember. Dieser wird in vielen Ländern Europas als Tag des heiligen Nikolaus gefeiert. Am Vorabend stellen Kinder ihre Schuhe auf die Fensterbank oder vor die Türe und finden am nächsten Tag Schokolade, Nüsse und Obst in ihnen. Außer sie waren böse, dann finden sie in den Schuhen Kohlen.
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Vor allem in Schweden ist der 13. Dezember von Bedeutung. An diesem Tag wird das Luciafest gefeiert. Früher wurde dieser Tag als der kürzeste des Jahres angesehen und somit eine Art Wintersonnenwende gefeiert. Früh morgens zieht das jüngste oder älteste Mädchen der Familie ein weißes Kleid mit einem roten Band an und trägt einen Lichterkranz auf dem Kopf. Singend bringt es dann ihren Familienmitgliedern Kaffee, „Glögg“ (eine Art Glühwein) sowie „Lussekatter“ (ein Hefegebäck mit Safran) ans Bett.

In Mexiko beginnen die weihnachtlichen Feiern bereits am 15. Dezember mit der „Posadas“. Die Posadas sind neun Tage, die die Suche nach einer Herberge von Maria und Josef von Nazareth bis Betlehem darstellen. Am ersten Tag wird kräftig gefeiert, eine „piñata“ (eine Figur aus Pappmaché gefüllt mit Süßigkeiten) zerschlagen und „Ponche“ (ein Bowle-ähnliches Heißgetränk) getrunken.

Wer dachte, dass die ganze Welt am 24. Dezember Weihnachten feiert, der hat sich geirrt. In Georgien, Mazedonien, Äthiopien und Ägypten wird Weihnachten zum Beispiel erst am 7. Jänner gefeiert. Auch der Weihnachtsmann bringt nicht überall die Geschenke. Im Baskenland beschenkt ein Köhler namens „Olentzero“ die Menschen, in Portugal das „Menino Jesus“ (Jesuskind) und in Chile bringt ein „Viejo Pasquero“ (alter Hirte) die Geschenke.

Wie man sieht, hat Weihnachten viele Gesichter, jedoch bleibt immer ein Kern erhalten – den Menschen eine Freude zu bereiten, gemeinsam zu feiern und die Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen.

P.s.: Vergesst nicht, heute Abend eure Schuhe ans Fenster oder vor die Türe zu stellen, vielleicht bringt der Heilige Nikolaus heuer auch euch Süßigkeiten…oder Kohlen! ;)

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