Da kiekste wa? – Die Berliner Schnauze

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Heinrich_Zille_Konsum-Genossenschaft
Berliner sind nicht unbedingt für Ihre Freundlichkeit bekannt. Die freche, direkte und teilweise derbe Berliner Mundart verstärkt diesen Eindruck auf den ersten Blick. Das liegt nicht nur an den Verständnisproblemen, die oft auch Deutsche haben, wenn sie auf einen waschechten Berliner treffen. Bezeichnenderweise ist das Berlinische auch als „Berliner Schnauze“ bekannt.

Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, erkennt den Humor und die Kreativität, die hinter dieser Mundart stecken. Einige Begriffe, die diese Seite der Berliner Schnauze zeigen, sind hier zusammengefasst:

Begriff        

Bedeutung

Besuchsbesen der Blumenstrauß, der man der Gastgeberin mitbringt
Deckel früher der Zylinderhut, heute Kopfbedeckung allgemein
Fannkuchen mit Beene kleiner, dicker Mensch
Fußhupe kleiner Hund
Glatzenschneider Friseur
Hackenporsche Einkaufstrolley
Järtnerwurst Gurke
Rotzbremse Oberlippenbart
Sargnagel Zigarette
Stullnbrett Smartphone/Tablet

Die Berliner Mundart geht bis auf das 15. Jahrhundert zurück und hat sich durch politische Veränderungen, sowie durch die Zuwanderung verschiedenster Gruppen ständig gewandelt. Sowohl deutschen Dialekte (wie Niederdeutsch und Obersächsisch) als auch andere Sprachen (wie Französisch und Jiddisch) beeinflussten das Berlinische.

Wie auch bei anderen Dialekten zu beobachten ist, hört man die echte Berliner Schnauze heute immer seltener. Es gilt als eine der Auswirkungen der Globalisierung, dass regionale Mundarten zunehmend in den Hintergrund geraten. Grund genug, die neu erlernten Vokabeln gleich anzuwenden!

[English]

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