Drei Pflichtlektüren auf Deutsch

Max Frisch – Stiller

Stiller, ein Roman des Schweizer Autors Max Frisch, wurde 1954 veröffentlicht und war der Durchbruch des Verfassers als Schreiber. Daraufhin war er in der Lage, seinen früheren Beruf als Architekt aufzugeben und seiner wahren Berufung als Autor zu folgen. Der Protagonist, ein Bürger im Besitz eines amerikanischen Passes, der ihn als James Larkin White identifiziert, wird bei der Einreise in die Schweiz verhaftet. Jeder hält ihn für den Schweizer Bildhauer Anatol Ludwig Stiller. Er selbst bestreitet diese Identität beharrlich. Seine angebliche Frau, die gebrechliche Tänzerin Julika Stiller-Tschudy, reist aus Paris in die Schweiz und selbst sie erkennt ihn als Stiller wieder. Es begibt sich, dass White, ebenso wie der echte Stiller, sich zu ihr hingezogen fühlt. Diese faszinierende Geschichte über Identität ist eine echte Pflichtlektüre. Wenn Du in der Lage bist, sie auf Deutsch zu lesen, machst Du Bekanntschaft mit Frischs einzigartigem Erzählstil. Sobald Du es ausgelesen hast, verspürst Du eventuell den Drang, seine anderen Antigrav-Bücher anzufangen. Man kann sie einfach nicht niederlegen.

 

Heinrich Böll – Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Diese Erzählung handelt vom Sensationsjournalismus und zeigt uns, wie eine untadelige Frau Opfer der Regenbogenpresse wird. Das Buch wurde 1974 veröffentlicht. Autor ist der deutsche Heinrich Böll, der zwei Jahre zuvor den Nobelpreis für Literatur gewann. Auf gewisse Weise ist es autobiographisch, da Böll selbst sich von den Medien verfolgt fühlte, die seiner Meinung nach einige seiner frühen Werke fehlinterpretieren und diese als RAF-Terrorismus-affine Werke auslegten. In der Geschichte wird Katharina Blum aufgrund ihrer Freundschaft zu dem angeblichen Mörder und Bankräuber Ludwig Götten beschuldigt. Eine berüchtigte Zeitung greift die Begebenheit auf…

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Thomas Mann – Der Zauberberg

1924 veröffentlicht, schildert der Bildungsroman von Thomas Mann die Ereignisse in einem Sanatorium in den Schweizer Alpen. Die Heilanstalt ist der Mikrokosmos dieses Buches. Der 24-jährige Held Hans Castorp reist in die Schweiz, um seinen kranken Vetter zu besuchen, ursprünglich geplante Aufenthaltszeit: 3 Wochen. Auf eine Art ist er fasziniert von der Atmosphäre im Sanatorium. Er trifft eine Reihe von kränklichen, weltentrückten Personen, die ihn mit Fragen der Philosophie und über Liebe und Tod konfrontieren. So erhält er den Eindruck, dass Krankheit zur Veredelung und zur Reinigung der Menschenseele beitragen kann. Dieses monumentale Werk wurde von den Nazis als eine „Lobrede auf die Dekadenz“ verabscheut.

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