Maultaschen, oder: Wie die Schwaben an Ostern Gott hereinlegen

533px-Omas_maultaschen7Die Osterzeit rückt endlich näher, und die meisten von euch können sich auf einige freie Tage freuen. Ostern ist die perfekte Gelegenheit, mit Familie und Freunden zusammenzukommen und – natürlich – zu essen. Viel zu essen. Wie könnte man das Ende der traditionellen Fastenzeit schließlich besser feiern, als mit einem saftigen Lammbraten, verschiedenen leckeren Eiergerichten und riesigen Mengen an Schokolade?

Die meisten Länder und Regionen haben ihre eigenen, speziellen Ostergerichte. Heute will ich euch ein deutsches Gericht vorstellen: Maultaschen.
Maultaschen sind eine Spezialität der schwäbischen Küche. Die leckeren Taschen aus Nudelteig werden mit Brät, Spinat, Zwiebeln und eingeweichten Brötchen gefüllt. Ein bisschen sehen sie aus wie italienische Ravioli, und tatsächlich behaupten manche Italiener, die Deutschen hätten ihr Rezept geklaut. Die Schwaben wissen natürlich, dass das nicht stimmt. 😉

Maultaschen werden traditionell am Gründonnerstag gemacht und dann am gleichen Tag, sowie am Karfreitag gegessen. Aus diesem Grund haben sie auch noch einen Spitznamen im Schwäbischen: „Herrgottsbscheißerle“. Da während der Fastenzeit bis zum Ostersonntag traditionell kein Fleisch gegessen werden darf, wird das Fleisch in den Maultaschen „versteckt“, um Gott hereinzulegen.

640px-Maultaschen_suppeEs gibt viele verschiedene Rezepte für Maultaschen. Hier ist eines zum Ausprobieren:

Maultaschen Rezept

Sei gewarnt: Echte Maultaschen zu machen kann einen Großteil deines Tages in Anspruch nehmen – zumindest, wenn du alles selbst zubereitest. Wenn du wenig Zeit hast, wirst du es vielleicht vorziehen, fertigen Nudelteig zu kaufen, anstatt den Teig selbst herzustellen, oder Spinat aus der Tiefkühltruhe anstatt frischem Spinat zu verwenden. Solltest du dich dafür entscheiden, tatsächlich alles selbst zu machen, wirst du jedoch mit den hervorragendsten Maultaschen belohnt!
Viel Glück und Guada Honger!

[English]

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