Hamburgs Lebensader

Wo ist eigentlich Hamburgs „Herzschlag“, was ist die Lebensader der Stadt? Nun, für einige vielleicht die Reeperbahn oder St. Pauli – aber beide sind sozusagen Nachbarn vom wahren Stadtmittelpunkt.

schiff

Die Rede ist natürlich von der Elbe. Ohne sie wäre Hamburg nie entstanden oder bestenfalls ein unbekanntes Kuhdorf geblieben. Dass hier Menschen eine Stadt gründeten, liegt mit Sicherheit an der Nähe zu dem Fluss. Und er ist auch der Grund warum die Stadt bis heute wächst. Ganze Stadtviertel wie die Speicherstadt etwa, wurden aus dem schlammigen Boden gestampft, damit Waren aus aller Welt hier gelagert werden konnten. Denn Zugang zu einem Hafen bedeutete Reichtum-lange vor Flugzeug oder Internet eben DIE Verbindung zur Welt.

speichertadt

Die Elbe ist auch selbst Sehenswürdigkeit Nr. 1. An die Landungsbrücken strömen täglich hunderte Schaulustige, um Bootsausflüge und Hafenrundfahrten zu machen. „Hamburgs Tor zur Welt“, wie der Hafen auch oft genannt wurde wächst noch immer-die riesigen Containerterminals machen ihn zum größten Deutschlands und einem der wichtigsten in Europa. An die 400 Meter lang sind die neuesten der gewaltigen Containerschiffe, die hier anlegen. Doch selbst das reicht nicht: voll beladen wäre der Tiefgang dieser Giganten zu groß, die Elbe soll deswegen vertieft werden.

Lieblingsorte

Viele Orte direkt an der Elbkannte muss man erleben. Hier einige meiner Favoriten: Der Fischmarkt. Ab fünf Uhr in der Frühe gibt es hier frischen Fisch. Nach einer durchfeierten Nacht der perfekte Anlaufpunkt um sich in der Morgendämmerung an den vielen Marktständen vorbei treiben zu lassen und sich mit einem Fischbrötchen zu stärken.

Doch Vorsicht vor nassen Füßen! Wenn Flut und stürmisches Wetter zusammenkommen ist der Platz mit der Markthalle meist unter Wasser. Doch auch das ist sehenswert-wer gerne fotografiert, kann hier den Moment erwischen, wie sich die aufgehende Sonne im Wasser spiegelt.

landungsbrücken

Genauso schöne Ausblicke bietet die Terrasse über den Landungsbrücken- hier geht der Blick über die Anlegebrücken und den alten Elbtunnel bis zur Werft und ihren Docks am gegenüberliegenden Ufer (wie im Bild oben zu sehen).

Und wer sehen will, wo sich Hamburgs Reiche einrichten, kann Blankenese besuchen. Ein Stück weiter flussabwärts ist das Ufer bergiger geworden. An den Hängen wohnten früher Lotsen, Kapitäne und Fischer, heute stehen hier Villen. Doch egal ob Villa oder Hafenspeicher-das Tor zur Welt ist einen Besuch wert!

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