Deutschland und seine Filme

Wer an deutsche Sprache und deutsche Kultur denkt, hat meist große Dichter, Denker und Künstler im Kopf. Der deutsche Film dagegen kommt einem nicht so schnell in den Sinn. Kein Wunder: Gegen das übermächtige Hollywood hatte der deutsche Film lange Zeit das Nachsehen.

Aber: Die Zeiten ändern sich. Langsam aber sicher tut sich etwas beim deutschen Film, und er könnte langfristig ebenfalls zu einem internationalen Medium der deutschen Sprache und Kultur werden.

Was ist in den letzten Jahren passiert? Oftmals wird gesagt, dass alles mit „Der bewegte Mann“ (1995) begann. Dieser Film gilt als Ausgangspunkt der Renaissance des deutschen Films. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass Filme wie „Schtonk!“ oder „Kleine Haie“ bereits 1992 liefen. Spätestens mit „Lola rennt“ war dann auch international der Durchbruch geschafft. Inzwischen erreicht der deutsche Film auch die internationalen Märkte und Kritiken, was der Oskar für „Das Leben der Anderen“ beweist. Auch der Oskar für Christoph Waltz als deutsch-sprachigen Schauspieler unterstreicht dies eindrucksvoll.

Fazit: Deutschland hat seinen eigenen Film zu schätzen gelernt. Das zeigen auch die Zahlen für die erfolgreichsten deutschen Filme in 2010: So lockten Filme wie „Wickie und die starken Männer“ oder „Zweiohrküken“ 5 bzw. 3,5 Mio. Zuschauer in die Kinos. Selbst eher schwer verdauliche Kost wie die Verfilmung der Buddenbrooks kam auf fast 1 Mio. Besucher.

(Noch) ist es nicht so weit, dass der deutsche Film international so durchschlagenden Erfolg hat, dass junge Leute in fremden Ländern sofort Deutsch lernen. Aber dafür haben wir ja immer noch unsere Bands wie z.B. Tokio Hotel

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