Die Entdeckung Amerikas durch die Wikinger

Hättest du es gewusst? Laut einer stattlichen Zahl an Historikern hat nicht Christopher Kolumbus die „Neue Welt“ (aus europäischer Perspektive!) entdeckt, sondern es war der isländische Entdecker Leif Eriksson (auf Isländisch: Leifur Eiríksson), der auch „der Glückliche“ genannt wurde. Er war der Sohn von Erik dem Roten, dem Entdecken Grönlands. Es ist wahrscheinlich, dass er in Island geboren wurde, aber in einer grönländischen Siedlung von früher Kindheit an aufwuchs. Sein Geburtsdatum sollte etwa um 970 oder 980 liegen.

Die Geschichten, die von seiner Entdeckung erzählen, heißen Isländersagas, oder auch Islandsagas, und sind unter den berühmtesten Exemplaren der isländischen Literatur. Um genau zu sein gibt es unten ihnen zwei Vinland-Sagas, welche die Erzählungen über die fraglichen Seereisen enthalten. Deren Autor ist jedoch bis heute nicht identifiziert und bleibt somit unbekannt. Wissenswert ist, dass die Sagas im 13. Jahrhundert aufgeschrieben wurden, also rund 300 Jahre nach den Geschehnissen.

Während er von Norwegen nach Grönland segelte, kam er vom Kurs ab und so wurde sein Schiff schließlich nach Nordamerika abgetrieben. Dort ging er an Land und gründete die erste europäische Siedlung in diesem bis dahin unentdeckten Teil der Welt. Zuvor hatte er an der Küstenlinie Weizenfelder und Weinreben entdeckt. Das Gebiet wurde Vinland genannt, der Ursprung dieses Namens ist jedoch ungeklärt.

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Heute sehen wir eine Wikingersiedlung an dem Küstenstreifen, der jetzt zu Kanada gehört. Sie trägt den Namen L’Anse aux Meadows (der Name ist eine Mischung von englischen und französischen Elementen, die in dieser Region Kanadas recht häufig ist). Früher war die Siedlung lediglich für einige Jahre bewohnt (um das Jahr 1000), bevor sie von den Wikingern wieder verlassen wurde. Im Jahr 1961 wurde L’Anse aux Meadows vom norwegischen Entdecker-Ehepaar Helge und Anne-Stine Ingstad ausgegraben. Es besteht aus elf Häusern und einer Schmiede und ist die einzig zweifelsfrei nachgewiesene Kolonie der Wikinger in Nordamerika. 1978 wurde es zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

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