Fluchen im Fernsehen

Schimpfwörter oder jede andere Art von beleidigender Sprache wird immer mehr im Fernsehen gebraucht und fast inflationär genutzt. Es fängt nun alles in einem jungen Alter an, Teenager kennen Wörter, die viele wahrscheinlich noch nie gehört haben. Aber woher lernen sie diese Wörter? Ganz einfach gesagt, aus den Medien, meistens aus dem Fernsehen. Ein Artikel aus der letzten Woche by the Daily Mail von der Daily Mail, einer britischen Zeitung, sagt, dass “Ein Drittel der Fernsehzuschauer glauben, dass es zu viel Fluchen und Gewalt auf unseren Bildschirmen gibt”. Der Artikel erwähnt auch die Ofcom, der Regulierer der britischen Kommunikationsindustrie, der herausfand, dass 36 Prozent der Befragten denken, dass es zu viel Gewalt im Fernsehen gibt und einer in vier Erwachsenen finden, dass zu viel Sex im Fernsehen gezeigt wird.

Castinshows wie zum Beispiel X Factor, der in England gerade mit der neunten Staffel begann, können Schuld daran sein, dass schlechte Sprache so unkontrollierbar im Fernsehen gebraucht wird. Die Ofcom hat ein Gesetz erlassen, in dem es heißt, dass diese Art von Programmen nicht vor 21 Uhr ausgestrahlt werden dürfen. Falls es sich um eine aufgezeichnete Sendung handelt, dann kann das Bearbeitungsteam einen “Beep” über jedliches Fluchen setzen. Es gibt jedoch genug Programme, die live gezeigt werden und in denen die Teilnehmer schlechte Sprache gebrauchen, ohne groß darüber nachzudenken.

Preisauszeichnungen sind eine anderes Beispiel, bei denen Promis Schimpfwörter von nationalem und internationalem Publikum benutzen. In den Jahren 2002 und 2003 kam eine Diskussion über US amerikanische Fernsehprogramme auf. Dort hat beispielsweise die Sängerin Cher “F*** ’em” bei der Billboard Music Preisverleihung verlauten lassen und der U2 Sänger Bono “f***ing brilliant” auf den Golden Globes vor einem Live Publikum verkündet. Die Sender haben dafür Abstrafen von der Federal Communications Commission (FCC) erhalten, und erst im Juni 2012 hat der US Supreme Court entschieden, dass die Sender nicht abgestraft werden.

Eine andere Studie (in Auftrag gegeben von Mediawatch UK) hat sich mit Kinofilmen der letzten drei Jahrzehnte beschäftigt. Dabei haben sie eine schockierende Menge an “F-Wörtern”, dem Wort “s***”, sowie Ausrufe “Jesus” und “Christ”, die viele beleidigen. Schlechte Sprache ist sehr gebräuchlich in heutigen Hollywood Filmen, sodass es auch normal scheint, Schimpfwörter in täglicher Konversation zu nutzen. Um einige Beispiele zu nennen wurde das F-Wort 212 in dem 1990er Fim Drei Jahrzehnte in der Mafia gezählt, wo hingegen im Film Reservoir Dogs – Wilde Hunde das Wort 187 Mal gebraucht wurde. S*** wurde 62 Mal im Film Bad Boys – Klein und gefährlich mit Sean Penn, und 53 Mal in Quentin Tarantino’s Weiße Jungs bringen’s nicht.

Die folgenden Videos zeigen Ausschnitte aus Castingshows, die live von britischen Fernsehsendern ausgestrahlt wurden.

Zwei Mädchen fluchen und sind gewalttätig in einer X Factor (UK) Sendung

Cat Deeley (britischer Promi) flucht im Live-Fernsehen

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