WG gesucht: Wo deutsche Studenten leben

Kürzlich ist mir die 18. Sozialerhebung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über den Web-Weg gelaufen (gibt es diesen Ausdruck eigentlich?). Und nicht ganz unerwartet liegt mit 24,9% die WG auf Platz 1 der Wohnsituation, knapp gefolgt von den Eltern mit 22,8% (!). Ein gutes Fünftel bleibt also im Elternhaus, ein gutes Viertel hingegen wagt das große Experiment der Wohnungsgemeinschaft. Das Wohnheim ist mit 11% nicht so beliebt, und dabei würden über 50% der Wohnheim-Bewohner gerne woanders wohnen. Na, da hilft nur die Suche nach einem WG Zimmer, die Seiten wie wg-spion.de auch kostenlos anbieten. Oder man probiert es mit dem guten alten Aushang am schwarzen Brett.

sozialerhebung-wohnsituation

Quelle: 18. Sozialerhebung des DSW

Der Durchschnittstudent verfügt über monatliche Einnahmen von 770 €, davon kommt über die Hälfte von den Eltern. 34% der Einnahmen gehen durchschnittlich für die Miete drauf. Das ist ganz schön happig, aber mit durchschnittlich 201 € Miete lässt es sich im Wohnheim auch recht günstig leben. Die WG liegt bei 246 € im Durchschnitt. Sind die Wohnheime so schlimm, dass Studenten freiwillig mehr Geld für eine WG ausgeben, die oftmals chaotisch und nicht aufgeräumt ist, aber dafür interessante Mitbewohner aufweist? Anscheinend ja. Wer es lieber ruhig mag, kann auch alleine wohnen, kostet aber mit 316 € im Monat nochmals 50 € mehr.

Ich bin gespannt, was die nächste Sozialerhebung bringt. Die Ergebnisse sind für das Frühjahr 2010 angekündigt.

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4 thoughts on “WG gesucht: Wo deutsche Studenten leben”

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  2. Das Leben hat sich nicht so sehr verändert, meine ich. Die Studenten heute sind wie die Studenten vor 10 Jahren

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